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Aya

Aya, 16 Jahre
…ist ein Wirbelwind, sprüht vor Ideen, mag viel PS und vertritt immer ihre Meinung

Im Gegensatz zu meiner Heimat Kurdistan kann ich hier in Deutschland meine Zukunft selbst gestalten. Ich habe sehr viele Ideen und könnte mir vorstellen, Anwältin, Hotelmanagerin, Innenarchitektin, Rennfahrerin oder Kfz-Mechatronikerin zu werden. Nach der Schule möchte ich mein Abitur ablegen, um mich besser qualifizieren und später mehr Geld verdienen zu können. Autos sind meine große Leidenschaft und ich habe mein erstes Schulpraktikum beim Autohersteller Toyota absolviert. Das hat mir viel Freude bereitet. Ich durfte Ölwechsel und Fahrzeugkontrollen durchführen, aber es hat mir nicht so gut gefallen, dass ich dort das einzige Mädchen war. Meine Eltern unterstützen mich bei der Berufswahl und sagen, dass es darauf ankommt, etwas zu finden, was einen glücklich macht. Die Berufsorientierung in der Schule finde ich gut. Letztes Jahr war ich auch auf der Messe und habe mich über die Möglichkeiten im Bereich Kfz-Mechatronik informiert. Ich bin schon sehr gespannt, wer in diesem Jahr da sein wird und werde wieder daran teilnehmen. In der 9. Klasse entscheidet es sich genau, wie es weitergeht und vielleicht habe ich bis dahin noch andere Ideen.

Aya: Ich will Kfz-Mechatronikerin werden. Mache mir aber Sorgen, dass ich nicht so viel verdiene. Was ist die Lösung?

Liebe Aya,
wenn du doch unbedingt Kfz-Mechatronikerin werden möchtest, solltest du dir diesen Wunsch auch erfüllen, ohne zu sehr auf das Gehalt zu achten. Wenn man etwas gerne macht, kann man auch erfolgreich sein. Zur Info: Momentan liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt nach der Ausbildung als Kfz-Mechatroniker zwischen 1.500 und 1.900 Euro brutto pro Monat. Mit etwas Berufserfahrung liegt der Verdienst schließlich über der 2.000 Euro-Marke. Um deine Chancen auf mehr Gehalt zu erhöhen, solltest du darauf achten, dass du dir einen Ausbildungsplatz in einem gut zahlenden Unternehmen aussuchst. Das sind in der Regel nicht die kleinen Kfz-Werkstätten am Ort, sondern die großen Konzerne der Metall- und Elektroindustrie sowie dem Fahrzeugbau. Außerdem kann man festhalten, dass die Gehälter von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausfallen. Um deine Verdienstmöglichkeiten zusätzlich zu steigern, solltest du eine Weiterbildung zur Meisterin anstreben oder ein Studium im Bereich Fahrzeugtechnik absolvieren, was übrigens auch als dualer Studiengang – also im Wechsel zwischen Ausbildungsbetrieb und Hochschule – angeboten wird.

Fazit: Schlechtere Verdienstmöglichkeiten sollten einen nicht davon abhalten, seinen Traumberuf auszuüben und wer genügend Eigeninitiative und Karriere-Willen zeigt, kann auch in Bezug auf das Gehalt das Beste für sich herausholen.

TEXT Anja Nacken
FOTO  Hendrik Matzen

So geht Berufsorientierung

Eine korrekte und aussagekräftige Bewerbung ist der erste Schritt auf dem Weg in die Ausbildung. In unserem Servicebereich steht außerdem, wie man die nachfolgenden Herausforderungen in Vorstellungsgespräch, Assessmentcenter und dem Start ins Arbeitsleben erfolgreich meistert.