Tim
Meine Lieblingsfächer sind Sport und Geschichte. Ich finde es sehr interessant, historische Entwicklungen mit vielen Hintergrundinformationen verfolgen zu können. Aktuelle politische Themen sollten aber gerade in der Schule nicht zu kurz kommen. Nicht jeder informiert sich privat zuhause und bekommt dann lediglich mit, dass sich die Mensapreise erhöht haben, ist aber nicht über das Weltgeschehen informiert. Mein Abitur möchte ich an einer Wirtschaftsschule absolvieren und im Anschluss in einen Beruf einsteigen. Durch Schulmessen, den Besuch in der Handwerkskammer und unsere drei Praktika konnte ich spannende Einblicke erhalten. Besonders hat mich die Arbeit beim Landesamt für Vermessung und Geoinformation während meines Schulpraktikums angesprochen. Nächstes Jahr bin ich endlich alt genug, um ein Praktikum bei der Polizei zu absolvieren. Davon träume ich schon lange und hoffe, dass ich einen Platz erhalte. In meinem Berufsalltag wünsche ich mir eine angenehme Arbeitsatmosphäre mit freundlichen Kollegen.
Ich würde gerne einmal in die 90er-Jahre reisen. Ein Alltag ohne Internet ist bestimmt interessant.
Frage an die Zukunft: Passt eine Ausbildung oder ein Studium besser zu mir?
Lieber Tim,
die Entscheidung zwischen einer Ausbildung und einem Studium hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter natürlich von deinen persönlichen Interessen, Talenten, beruflichen Zielen, Präferenzen und den spezifischen Anforderungen der Berufe. Durch eine Ausbildung steigst du meist schneller in einen Beruf ein und sammelst viele praktische Erfahrungen. Die Praxis überwiegt gegenüber der Theorie. In einem Studium vertiefst du stattdessen theoretisches Wissen und könntest so eventuell auch in die Forschung einsteigen. Du arbeitest sehr selbständig und eigenverantwortlich. Im Nachhinein hast du meist eine größere Auswahl an Berufsmöglichkeiten. Manchmal ist auch ein Mix aus beidem möglich, zum Beispiel durch duale Studiengänge oder berufsbegleitende Weiterbildungen nach einer abgeschlossenen Ausbildung. Es kann hilfreich sein, Praktika oder Hospitanzen in verschiedenen Bereichen zu absolvieren, um einen Einblick in die Arbeitswelt zu erhalten und festzustellen, welche Art von Tätigkeit und Umfeld am besten zu dir passt.
Fazit: Es ist wichtig zu betonen, dass es keine richtige oder falsche Entscheidung gibt. Sprich auch mit Berufsberatern, Lehrern, Mentoren oder Menschen, die bereits in Berufen arbeiten, die dich interessieren.
TEXT Jessie Sperling
FOTO Michael Ruff
So geht Berufsorientierung
Eine korrekte und aussagekräftige Bewerbung ist der erste Schritt auf dem Weg in die Ausbildung. In unserem Servicebereich steht außerdem, wie man die nachfolgenden Herausforderungen in Vorstellungsgespräch, Assessmentcenter und dem Start ins Arbeitsleben erfolgreich meistert.