Milou
Milou, 15 Jahre
…ist im Kletterverein, fährt Mountainbike, spielt Harfe und will später einmal viel von der Welt sehen
Momentan mache ich hier an der Schule die Ausbildung zur Schulsanitäterin. Ich bin sehr sozial im Umgang mit anderen und mag es einfach zu helfen. Ich habe auch schon darüber nachgedacht, ob ich später in einem Pflegeberuf arbeiten könnte, aber ich finde es sehr schwierig, mich bereits jetzt für einen Beruf zu entscheiden. Zunächst plane ich, nach meinem Abitur die Welt zu bereisen und glaube, dass ich danach viel besser weiß, wie meine berufliche Zukunft aussehen soll. Mein erstes Praktikum habe ich bei einem Radiosender absolviert und obwohl mir das sehr gut gefallen hat und ich gerne Moderationen übernehme, würde ich jetzt nicht sagen, dass ich in diesem Bereich unbedingt Karriere machen will. Vielleicht werde ich mein zweites Praktikum im Pflegebereich zum Beispiel in einer Einrichtung für Beeinträchtigte absolvieren und mal schauen, ob mir das zusagen könnte. Auf jeden Fall hätte ich kein Problem damit, in ein paar Jahren aufgrund eines Studienplatzes oder einer Ausbildungsstelle Kiel verlassen zu müssen. Meine Eltern unterstützen mich in allem und drängen mich nicht in eine bestimmte Richtung.
Milou: Wie kann ich herausfinden, was ich werden will?
Liebe Milou,
meist hilft es im ersten Schritt, sich mit Freunden und Familie zu beraten, welchen Beruf sie sich für dich besonders gut vorstellen könnten und sich zu erkundigen, welchen Beruf sie selber ausüben und was sie dort genau machen. Auf diese Weise kannst du feststellen, ob dich diese Tätigkeit interessieren könnte oder ob du sie für dich ausschließen kannst. Du solltest dich auch grundsätzlich fragen, ob du lieber in einem Büro oder in der Natur, mit Menschen oder Tieren usw. arbeiten möchtest und was dir in deiner Freizeit am meisten Spaß bereitet. Wenn du einige Ideen gesammelt hast, kannst du dich im Internet genauer informieren, welche Möglichkeiten sich beispielsweise im Bereich der sozialen Berufe anbieten. Dann kann ich immer nur wieder Praktika in den infrage kommenden Berufsfeldern vorschlagen, um genauere Einblicke in den Alltag zu erhalten. Selbst wenn dir etwas nicht so zusagt, bist du trotzdem schon mal einen Schritt weiter.
Fazit: Berufsorientierung ist kein Hexenwerk. Wer neugierig ist und die angebotenen Möglichkeiten wahrnimmt, findet seinen Weg zum Traumjob.
TEXT Anja Nacken
FOTO Hendrik Matzen
So geht Berufsorientierung
Eine korrekte und aussagekräftige Bewerbung ist der erste Schritt auf dem Weg in die Ausbildung. In unserem Servicebereich steht außerdem, wie man die nachfolgenden Herausforderungen in Vorstellungsgespräch, Assessmentcenter und dem Start ins Arbeitsleben erfolgreich meistert.