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Mads

Im siebten Jahrgang konnten wir uns für ein Wahlpflichtfach entscheiden. Ich habe Angewandte Naturwissenschaften gewählt. Neben Mathematik gehört das Fach zu meinen Lieblingsfächern. Beide machen mir sehr viel Spaß und ist für mich kurzweilig. Nach der zehnten Klasse möchte ich gern an das RBZ Wirtschaft gehen und dort wahrscheinlich den Ausbildungsgang „Kaufmännischer Assistent“ absolvieren. Einen Wunschberuf habe ich noch nicht. Das lasse ich auf mich zukommen, weil ich viele Möglichkeiten noch gar nicht kenne. Außerdem weiß man ja auch noch nicht, wie es mit dem Wehrdienst weitergeht. Durch drei Praktika während der Schulzeit konnte ich schon einige Erfahrungen in der Berufswelt sammeln. Das erste Praktikum habe ich bei einem Zimmermann absolviert, das zweite bei den Stadtwerken Kiel und das dritte als Elektriker bei der Segelschule Sailaway in Kiel-Schilksee. Dort hat es mir am besten gefallen, weil die Zusammenarbeit mit den Kollegen Spaß gemacht hat und die Aufgaben sehr vielseitig waren. Von meinem späteren Beruf erhoffe ich mir, dass er mir genauso viel Freude macht, sich nicht anfühlt wie Arbeit und dass ich gut verdiene. 

Eine Reise in die Zukunft stelle ich mir spannend vor. Ich würde erfahren, wie die Welt in 100 Jahren aussieht und sich die Technik bis dahin weiterentwickelt hat. 

Briefe an die Zukunft: Woher weiß ich, ob ein Studium oder eine Ausbildung das Richtige für mich ist?

Lieber Mads,

wichtig ist, dass du dir folgende Fragen ehrlich beantwortest: Wie lernst du am besten? Wenn du gern theoretisch lernst, dich länger mit abstrakten Inhalten beschäftigen und dich gut selbst organisieren kannst, könnte dir ein Studium liegen. Wenn du dagegen lieber praktisch arbeitest und klare Strukturen und Vorgaben brauchst, ist eine Ausbildung vielleicht der passende Weg für dich. Außerdem solltest du dich fragen, welchen Beruf du anstrebst. Für manche Berufe ist ein Studium notwendig, für andere eine Ausbildung sogar der direktere Einstieg. Das heißt, es gibt nicht den einen Weg, der „besser“ ist, sondern es gib je nach Interessen, Stärken und beruflichen Wünschen verschiedene Optionen. Ohne es vorher auszuprobieren, wirst du nicht wissen, was besser zu dir passt. Viele junge Menschen absolvieren nach der Ausbildung noch ein Studium oder wechseln ihr Studienfach. Das ist kein Scheitern, sondern gehört manchmal auf dem Weg zum Wunschberuf dazu.

Fazit: Dein individueller Lerntyp kann dir bei der Entscheidung zwischen einem Studium oder einer Ausbildung helfen. Ein Studium ist theoretischer, abstrakter und erfordert mehr Selbstorganisation. Eine Ausbildung ist praktischer und klarer strukturiert. Letztendlich entscheidet dein Berufswunsch über den geeigneten Weg. Im Anschluss an eine Ausbildung und eine Meisterprüfung besteht jedoch immer die Möglichkeit, ein Studium anzuschließen oder Weiterbildungsangebote zu nutzen.

TEXT Mareike Neumann

FOTO Mubarak Bacondo

So geht Berufsorientierung

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