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Die Ausbildungsmessen

Alles, was du über Ausbildungsmessen wissen musst

Auf der Ausbildungsmesse zum Wunschausbildungsplatz

Immer noch warten tausende freie Lehrstellen in Deutschland auf geeignete Azubis. Doch für alle Beteiligten ist es gar nicht so leicht, Kontakte zu knüpfen. Als sehr hilfreich haben sich Ausbildungsmessen erwiesen. Wir verraten, worauf Personaler Wert legen und was No-Gos sind. So bist du bestens vorbereitet und kommst deiner Wunschausbildung ein großes Stück näher.

Die Ausbildungsmesse als Türöffner

Ob „Einstieg“, „Horizon-Messen“ oder „IHK-Messen“ (um nur einige zu nennen) – die Auswahl an traditionellen Messen ist groß. Für Unternehmen sind Ausbildungsmessen ideal, um sich zu an einem bestimmten Tag vor Ort zu präsentieren und mit Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu treten. Auch für sie eine exklusive Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen und sich über eine Ausbildung im Wunschunternehmen zu informieren. Neben den traditionellen Messen in Großhallen wächst das Angebot an digitalen Ausbildungsmessen stetig. In diesem Ratgeber findest du Tipps für den Besuch von Ausbildungsmessen vor Ort und im digitalen Format.

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Was bringt mir die Ausbildungsmesse?

Viele Schüler wissen zum Ende ihrer Schulzeit noch nicht genau, welchen Weg sie einschlagen wollen. Vielleicht liebäugelst du bereits mit einer Ausbildung, womöglich schwankst du zwischen zwei oder drei verschiedenen oder bist dir noch nicht sicher, ob eine Ausbildung, ein Studium oder ein duales Studium das Richtige sein könnte. Durch den Messebesuch hast du die Chance, innerhalb eines Tages einen Überblick über das Ausbildungsangebot deiner Möglichkeiten zu bekommen. Du erhältst zum Beispiel Antworten auf die Fragen: Welche Unternehmen bilden in der Region aus? Welches Unternehmen passt zu mir? Welche Ausbildungen werden angeboten? Hast du bereits genauere Vorstellungen von deinem beruflichen Weg, lohnt sich der Besuch ebenso. Er ermöglicht es dir, direkt mit deinem Wunschunternehmen ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen. So kannst du neben allgemeinen Fragen zur Ausbildung auch konkrete Fragen stellen, wie:

  • Wie ist die Ausbildung bei Ihnen aufgebaut?
  • Wo findet die Ausbildung statt und wann beginnt sie?
  • Bis wann müssen Sie die Bewerbungsunterlagen eingereicht worden sein?
  • Handelt es sich um eine rein schulische oder eine duale Ausbildung?
  • Gibt es die Möglichkeit, die Ausbildung zu verkürzen?
  • Wie ist die Chance für eine anschließende Übernahme nach der Ausbildung?
  • Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?
  • Wie sieht der Arbeitsalltag im späteren Beruf aus?

Solche Fragen bieten dir einen sinnvollen Einstieg für dein Bewerbungsanschreiben. Erwähne deinen Messebesuch zum Beispiel gleich zu Beginn.

Vorteile eines Besuchs der Ausbildungsmesse auf einen Blick:

  • Informationen über Ausbildungen
  • Einblicke in unterschiedliche Berufe
  • individuelle Ausbildungsberatung
  • Einblicke ins Unternehmen
  • wertvolle Kontakte für die Bewerbung
  • direkter Kontakt zu Azubis
  • bereicherndes Rahmenprogramm (z. B. Bewerbungscheck, Bewerbungsfotos, Mappencheck)

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Gut vorbereitet?

Informiere dich vor deinem (Online-)Messebesuch über die teilnehmenden Unternehmen und notiere dir Fragen zu den jeweiligen Unternehmen, mit denen du sprechen möchtest. Besuche am besten zu Beginn all deine Favoriten, damit du das Wichtigste des Tages gebündelt erledigt hast. Danach kannst du es dann etwas entspannter angehen lassen. Hier die wegweisenden Tipps für einen erfolgreichen Messebesuch:

  • Sei ausgeschlafen – schließlich geht es hier um etwas. Feier-Augenringe, Alkoholfahne und Frisch-aus-dem-Bett-gefallen-Look sind auf jeden Fall fehl am Platz.
  • Bitte lächeln: Freundlichkeit überträgt sich und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
  • Äußere Werte: Gepflegte Haare, adrette Kleidung und saubere Schuhe zollen deinem Gegenüber Respekt. Dein Outfit sollte zur Branche passen, aber du solltest dich auch wohl fühlen.
  • Kopf an, Handy aus: Ob Online-Messe oder Vor-Ort-Messe, schalte dein Handy auf lautlos.
  • Kontakt ist der Schlüssel: Frage deinen Gesprächspartner unbedingt nach seiner Visitenkarte. So kannst du dich bei späteren Fragen direkt an ihn wenden. Solltest du ein Profil bei LinkedIn oder XING haben, kannst du zudem ein berufliches Netzwerk aufzubauen.
  • Womit du rechnen musst: Bereite dich auch auf typische Personalerfragen vor, wie zum Beispiel: Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Was sind Ihre Stärken und Schwächen? (persönliche Schwäche nennen und die Bereitschaft signalisieren, an der Schwäche zu arbeiten) oder: Warum sollten wir Sie einstellen?
  • Azubi-Präsenz: Viele Unternehmen nehmen ihre Azubis oder dual Studierende mit zu Messen. Unterhalte dich mit ihnen. Du kannst sie fragen, wie ihre Ausbildung abläuft, wie das Bewerbungsverfahren vonstatten geht und was sie an ihrer Ausbildung mehr und weniger schätzen. Du kannst sie auch nach ihren Kontaktdaten fragen.
  • Morgenstund' …: Ja, auch bei Ausbildungsmessen zahlt es sich aus, früh vor Ort zu sein. Bist du einer der ersten, erinnert sich der Ansprechpartner eher an dich. Zudem sind vielleicht auch die Mitarbeiter morgens aufmerksamer als kurz vor Ende der Veranstaltung. Außerdem ersparst du dir längere Wartezeiten.
  • Zeig, was du kannst: Suchst du nach einer Ausbildung im Kreativbereich, zum Beispiel als Mediengestalter, Grafikdesigner oder Fotograf, nimm deine Mappe mit den besten Werken mit. In einigen dieser Ausbildungsberufe ist sie ohnehin Grundvoraussetzung. Auf der Messe ist sie ein ausgezeichneter Anknüpfungspunkt für das Gespräch, und du kannst den Besuch nutzen, um ein wertvolles Feedback zu erhalten.
  • Bewerbungsunterlagen am Start: Sollte dich ein Unternehmen besonders interessieren, ist es vorteilhaft, die Bewerbung bereits dabeizuhaben, um sie dem Ansprechpartner persönlich übergeben zu können. Bitte im Gegenzug um seine Visitenkarte. So kannst du dich später nach dem Stand deines Bewerbungsverfahrens erkundigen.
  • Dienliches Rahmenprogramm: Nutze das angebotene Rahmenprogramm und Goodies, wie den kostenlosen Check deiner Bewerbungsunterlagen, deiner Mappe oder professioneller Bewerbungsfotos.

Besonderheiten der Online-Messe – Tipps für Video Calls

Bei digitalen Ausbildungsmessen werden neben LiveChats gerne auch Video Calls angeboten. So siehst du den Personaler und kannst unmittelbar mit ihm sprechen. Beachtest du folgende Tipps, dann stehst du auf der sicheren Seite:

  • Check, Check: Prüfe vorher die Qualität deiner Internetverbindung sowie die Bild- und Tonqualität.
  • Bühne frei: Sorge vorbereitend dafür, dass dein Bildhintergrund auf Direktgespräche vorbereitet ist (ordentlich, schlicht). Schaffe eine ruhige Umgebung, in der du dich konzentrieren kannst und nicht plötzlich jemand zur Tür reinplatzt.
  • Haltung bewahren: Achte auf deine Körperhaltung, sitze aufrecht und behalte die Hände sichtbar auf dem Tisch.
  • Dir geht ein Licht auf: Am besten ausgeleuchtet bist du, wenn ein Licht von vorne kommt und eine kleinere Lichtquelle im Hintergrund leuchtet. Licht von oben ist eher unvorteilhaft, da es harte Schatten ins Gesicht werfen kann.

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Revue passieren lassen

Neben der passenden Vorbereitung lohnt sich bei Ausbildungsmessen auch die richtige Nachbereitung.

Am besten setzt du dich am Abend nach dem Messebesuch in Ruhe hin und gehst den Tag vor deinem inneren Auge noch einmal durch. Ordne deine gemachten Notizen und notiere dir gegebenenfalls persönliche Einschätzungen zu den Unternehmen, den Ansprechpartnern und wie ihr verblieben seid. Auch eine To-do-Liste kannst du jetzt schon mal anlegen. Halte fest, wo du dich in den kommenden Tagen bewerben möchtest oder was du in deiner Bewerbung oder deiner Mappe ergänzen willst. Wenn du auf diese Tipps achtest, wirst du am Ende des Tages auf einen erfolgreichen Messetag zurückblicken und hoffentlich bald deinen Wunschausbildungsvertrag unterzeichnen.

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